CIS-konformes Partitionierungsschema mit Kickstart

datacenter linux security

Das Center for Internet Security (CIS) empfiehlt für RHEL und kompatible Distributionen ein Partitionierungsschema mit mehreren ausgelagerten Verzeichnissen wie /home, /tmp, /var und /var/log. Mit dem Logical Volume Manager (LVM) bleibt der administrative Aufwand für spätere Anpassungen überschaubar.

Was CIS empfiehlt

CIS empfiehlt separate Partitionen für sieben Verzeichnisse mit den folgenden Mount-Optionen:

Verzeichnis nodev nosuid noexec
/tmp
/dev/shm
/home
/var
/var/tmp
/var/log
/var/log/audit

/dev/shm ist auf RHEL standardmässig tmpfs und muss in der Kickstart-Datei nicht explizit definiert werden.

Unsere Implementierung

Im Linuxfabrik/kickstart-Repo findet sich die gepflegte Variante als part_cis in lf-rhel.cfg . Wir ergänzen das CIS-Schema um eine eigene /backup-Partition (für lokale Backups, z.B. via linuxfabrik.lfops.borg_local), so kommen wir auf insgesamt acht Mountpoints plus Swap:

logvol /              --fstype="xfs"  --size=4096   --vgname=rl --name=root
logvol /backup        --fstype="xfs"  --size=1024   --vgname=rl --name=backup        --fsoptions="nodev,noexec,nosuid"
logvol /home          --fstype="xfs"  --size=1024   --vgname=rl --name=home          --fsoptions="nodev,nosuid"
logvol /tmp           --fstype="xfs"  --size=1024   --vgname=rl --name=tmp           --fsoptions="nodev,noexec,nosuid"
logvol /var           --fstype="xfs"  --size=4096   --vgname=rl --name=var           --fsoptions="nodev,nosuid"
logvol /var/log       --fstype="xfs"  --size=2048   --vgname=rl --name=var_log       --fsoptions="nodev,noexec,nosuid"
logvol /var/log/audit --fstype="xfs"  --size=512    --vgname=rl --name=var_log_audit --fsoptions="nodev,noexec,nosuid"
logvol /var/tmp       --fstype="xfs"  --size=1024   --vgname=rl --name=var_tmp       --fsoptions="nodev,noexec,nosuid"
logvol swap           --fstype="swap" --recommended --vgname=rl --name=swap

Die Volume-Group heisst rl (Rocky Linux). Bei einer RHEL-Installation kann sie rhel heissen, der Name ist eine reine Konvention und kann angepasst werden.

Hinweise

  • /dev/shm wird vom System automatisch als tmpfs mit nodev,nosuid,noexec gemountet, sofern /etc/fstab eine entsprechende Zeile enthält. Im Standard ist das auf RHEL bereits der Fall.
  • /home und /var erhalten kein noexec, da dort regulär ausführbare Dateien liegen können (User-Skripte, Pakete in /var/lib).
  • Die Sizes sind Vorschläge. Für produktive Systeme sind grössere /var/log und /var/log/audit sinnvoll, je nach Logging-Volumen.

Weiterführend

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