Red Hat hat das Bulletin RHSB-2026-004 "File Descriptor Theft via Process Exit Race Condition" für eine Race Condition im Linux-Kernel veröffentlicht: CVE-2026-46333, im Umlauf als "ssh-keysign-pwn" oder "ptrace exit-race". Red Hat klassifiziert sie als Important, NVD listet CVSS 5.5. Betroffen sind RHEL 8, 9 und 10 sowie OpenShift Container Platform 4. Rocky Linux und AlmaLinux liefern bereits Patches aus, Red Hat zieht über das verlinkte Bulletin nach. Bis der reguläre Kernel-Patch eingespielt ist, gilt die offizielle Mitigation über den Yama-ptrace-Scope.
Rocky Linux startet ein optionales security-Repository für kritische Hot-Fixes, solange RHEL noch keinen Patch hat. Erster Anwendungsfall ist Dirty Frag (CVE-2026-43284), eine lokale Privilege Escalation im Linux-Kernel mit funktionierendem Public-PoC. Das Repo ist nicht standardmässig aktiv und muss bewusst eingeschaltet werden.
Red Hat hat das Bulletin RHSB-2026-003 "Dirty Frag" für eine lokale Privilege Escalation im Linux-Kernel-Netzwerk-Subsystem veröffentlicht. Im Bulletin zusammengefasst: CVE-2026-43284 im IPsec-ESP-Pfad (Dirty Frag) und CVE-2026-46300 in der ESP-in-TCP-Variante (Fragnesia). Red Hat klassifiziert beide als Important. Betroffen sind RHEL 8, 9 und 10 sowie OpenShift Container Platform 4. Patches werden laut Bulletin beschleunigt vorbereitet. Bis sie eingespielt sind, gilt eine der beiden offiziellen Mitigationen.
CVE-2026-31431 ist eine lokale Privilege Escalation im Linux-Kernel-Crypto-API. Red Hat klassifiziert sie als Important (CVSS 7.8). Betroffen sind RHEL 8, 9 und 10 (kernel und kernel-rt) sowie OpenShift Container Platform 4. Bis der Kernel-Patch eingespielt ist, gilt die offizielle Boot-Parameter-Mitigation, und die sollte auf jedem RHEL-Host sofort gesetzt werden.
Die Zeichen \ / : ? * " < > | sowie führende und angehängte Leerzeichen in Datei- und Verzeichnisnamen sind generell problematisch und können auf einigen Systemen gar nicht verwendet werden, beispielsweise das Fragezeichen unter Windows.
Der seit 2020-12-01 auf docs.linuxfabrik.ch verfügbare kleine Admin-Leitfaden ist keine umfassende Einführung in Linux, sondern hilft uns selbst, viele Aufgabenstellungen nach "Best Practice"-Manier zu lösen.
Das Center for Internet Security (CIS) empfiehlt für RHEL und kompatible Distributionen ein Partitionierungsschema mit mehreren ausgelagerten Verzeichnissen wie /home, /tmp, /var und /var/log. Mit dem Logical Volume Manager (LVM) bleibt der administrative Aufwand für spätere Anpassungen überschaubar.