ntp.linuxfabrik.ch: öffentlicher NTP-Server im NTP Pool

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ntp.linuxfabrik.ch ist ein öffentlicher NTP-Server und Teil des NTP Pool. Jeder darf ihn nutzen, direkt oder über ch.pool.ntp.org und europe.pool.ntp.org.

Eigener Public NTP-Server - wozu?

Eigentlich wollten wir nur die NTP-Checks der Linuxfabrik Monitoring Plugins mal wieder auf den aktuellen Stand der Technik bringen. Funktioniert haben sie schon immer, aber da ging noch mehr. Neu dazu kam ntp-offset, das die Uhr unabhängig vom lokalen Zeitdienst gegen einen beliebigen NTP-Server misst.

Bei den Tests unserer Plugins sind wir über unsere eigene NTP-Konfiguration gestolpert. LFOps und damit viele unserer Kundenumgebungen haben als Zeitquelle ntp.metas.ch verpasst bekommen. METAS, das Eidgenössische Institut für Metrologie, betreibt drei öffentliche Stratum-1-Server (ntp11, ntp12 und ntp13.metas.ch) und bietet den Dienst kostenlos an. chronyd fragt mehrere Server ab, vergleicht ihre Antworten und richtet die Uhr nach denen aus, die übereinstimmen - aus der Reihe tanzende Server werden aussortiert. Dafür braucht es mindestens drei unabhängige Quellen, so empfiehlt es auch die chrony-FAQ. ntp.metas.ch ist allerdings nur ein Alias auf einen dieser drei Server. Ein Host mit dieser einen Quelle hat nichts zum Vergleichen: Geht die Quelle falsch, folgt ihr chronyd ohne Widerspruch.

Die naheliegende Alternative, pool.ntp.org, scheidet als Standard aus. Der NTP Pool schreibt Herstellern, die einen Zeitserver in ihrer Standard-Konfiguration eintragen, vor, die allgemeinen Pool-Namen auf keinen Fall zu verwenden (NTP Pool: Information for vendors). Vorgesehen ist dafür eine eigene Vendor-Zone mit Namen wie 0.vendor.pool.ntp.org, über die der Pool die Last steuern kann.

Wer den Pool nutzt, sollte ihn auch unterstützen. Deshalb steuern wir mit ntp.linuxfabrik.ch einen eigenen Server bei, in der Schweizer und der europäischen Zone.

Woher die Zeit kommt

Ein Server im NTP-Pool darf den Pool nicht selbst als Quelle verwenden. ntp.linuxfabrik.ch synchronisiert sich deshalb auf sieben feste Stratum-1-Server von vier Betreibern:

  • METAS, Eidgenössisches Institut für Metrologie: ntp11.metas.ch, ntp12.metas.ch, ntp13.metas.ch
  • SWITCH: ntp.switch.ch
  • PTB, Physikalisch-Technische Bundesanstalt: ptbtime1.ptb.de, ptbtime2.ptb.de
  • BEV, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (Österreich): bevtime1.metrologie.at

Kein Betreiber stellt die Hälfte der Quellen. Liefert einer eine falsche Zeit, überstimmen die anderen ihn, auch wenn alle drei METAS-Server gleichzeitig danebenliegen.

So nutzt du ihn

Am einfachsten über den Pool. Die Distributionen tragen ihn ab Werk ein, Rocky Linux zum Beispiel pool 2.rocky.pool.ntp.org iburst, Debian pool 2.debian.pool.ntp.org iburst. Wer daran nichts ändert, ist gut versorgt. Wer selbst einen Pool einträgt, nimmt am besten 2.pool.ntp.org. Der Pool wählt dann Server in der Nähe, und der Präfix 2. liefert auch IPv6-Adressen. In /etc/chrony.conf:

pool 2.pool.ntp.org iburst

chronyd nimmt aus dem Pool vier Server und vergleicht sie untereinander. ntp.linuxfabrik.ch kann per Zufall darunter sein.

Wer ntp.linuxfabrik.ch direkt ansprechen will, trägt ihn zusätzlich zum Pool ein, nie als einzige Quelle:

pool 2.pool.ntp.org iburst
server ntp.linuxfabrik.ch iburst

Testen, ohne die laufende Konfiguration anzufassen:

$ chronyd -Q -t 10 'server ntp.linuxfabrik.ch iburst'

System clock wrong by ... heisst: Server erreichbar, Timeout reached heisst: UDP 123 ist blockiert.

Wir helfen dir

Brauchst du Unterstützung bei Zeitsynchronisation oder chrony? Schau dir doch mal unsere Service & Support-Modelle an und melde dich bei uns.

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